Wow Mom: Ein Liebesbrief an uns, der uns zu Tränen rührt

Wow Mom

Foto: Juliane Dunkel

Ihr Lieben, manchmal erreichen uns Nachrichten von Leserinnen, die uns in all dem, was der Alltag so an Herausforderungen bietet, kurz innehalten lässt. Eine dieser Mails möchten wir euch hier mal zeigen, weil sie zeigt, wie viel Wertschätzung hier auch im Hintergrund unterwegs ist. Es macht uns einfach wirklich glücklich, was wir hier für Rückmeldungen von euch bekommen. Los geht´s:

Liebe Lisa, liebe Katharina…

DANKE. 

Danke für die letzten drei Tage,

Danke, dasss ihr mich mit eurem Buch zum Lachen gebracht habt.

Danke, dass ihr mir neuen Mut geschenkt habt.

Danke, dass ihr mir gezeigt habt, dass ich nicht alleine bin.

Danke, dass ihr so ein tolles Buch geschrieben habt.

Ich hatte euer Buch Wow Mom – Der Mama-Mutmacher fürs erste Jahr mit Kind mehr oder weniger zufällig im Internet entdeckt und es dann bei einer anderen Buchbestellung einfach mal mit bestellt, weil mein Baby war ja jetzt schon ein halbes Jahr auf der Welt. Aber mit dem Lesen hatte ich es seit der Schwangerschaft nicht mehr so und erst recht nicht mehr, seitdem das Baby da war. Vorher hab ich alle Bücher verschlungen und etlich viele Bücher gelesen. Ich dachte mir so: Haben ist besser als brauchen und bestellte es.

Als es ankam hab ich mich irgendwie sehr gefreut über mein eigenes Geschenk, ich hab mir ewig nichts gekauft. Das tat gut, das Cover gefiel mir und ich fing am selben Abend noch an. Die Bücher, die ich eigentlich bestellt hatte und lesen wollte, legte ich erstmal zur Seite und fing mit eurem Buch an. Schon auf den ersten Seiten oder besser auf der ersten Seite, wo „Für dich“ stand, musste ich weinen (sind bestimmt die Hormone)!

Und da, wo man dann das erste Mal etwas ausfüllen konnte, behielt ich den Stift in den Händen und markierte für mich lustige und witzige Stellen aber auch traurige. Ansonsten lese ich eher so Psychothriller, da braucht man nie einen Stift. Ich verschlang dieses Buch förmlich und weinte auf den ersten Seiten aber weiterhin viel… aber auch viel vor Freude, weil ich immer wieder dachte: Ok, Anja das ist alles normal, es geht so vielen Frauen wie dir mit ihrem Baby!

Sehr toll fand ich den Satz: ,,Muttersein ist wie das Falten eines Spannbettlakens. Niemand weiß, wie es richtig geht.“ Ich glaube, an dem Abend habe ich bis Seite 80 gelesen, ich hätte es auch zu Ende gelesen, aber ich wollte mir die Freude einteilen.

Mein Freund kam irgendwann vom Balkon rein und fragte mich, warum ich weine! Und dann sprudelte es nur so aus mir raus. Meine erste Antwort war: „Weil mich dieses Buch versteht.“ Die zweite: „Weil es so vielen Leuten so geht wie uns, Hase.“ Und dann nahm er das Buch und hat selbst gelesen und auch meine Notizen gesehen (er liest sonst so gut wie nie irgendwas) und auch ihm ging es danach besser. Ich bzw. wir fühlten mich/uns verstanden. Ab dem Tag ging es mir irgendwie besser und dafür wollte ich euch danken. 

Ich sammele zwar nach wie vor Bonuspunkte beim nächtlichen Aufstehen, aber das ist halb so schlimm geworden, man gewöhnt sich ja an alles. Dieses Kapitel „Wow , bin ich müde“ mochte ich glaube ich am meisten! Obwohl wir hier nie so richtig richtig müde waren. Aber ja irgendwie doch.

Am beklopptesten ist halt nach wie vor der Satz „Schlaf, wenn dein Kind schläft.“ Ich habe vor einer Woche das erste Mal seit einem halben Jahr 4 1/2 Stunden am Stück geschlafen, einfach so, ich war so wach danach und so schockiert, dass mein Baby nicht wach geworden ist und konnte dann erstmal mitten in der Nacht 1 1/2 Stunden nicht mehr schlafen, weil ich so wach war.

An dem Tag hatte ich auch entschieden, nachts nicht mehr zu stillen, es zumindest zu probieren. Und da ich dann so wach war, war ich für eine nächtliche Schreiattacke mehr als gewappnet. Mein Baby wachte auf und schrie, ich habe ihm einen Schluck Fencheltee und es schlief danach einfach wieder ein. Danach wurde er nochmal wach und ich hob ihm aus seinem Bettchen und wir legten uns gemeinsam hin – ohne zu stillen (!) und schliefen ganz friedlich ein. Verrückt, dass es so einfach war, darauf war ich nicht vorbereitet. Jetzt stillen wir über Nacht nicht mehr.

Das war auch dem Ausgeschlafen sein zu verdanken, ein tolles Gefühl. Auch hier habt ihr recht behalten, dass diese Nacht kommen wird, in der man wieder ausschläft. Und ich habe mich schon mit 4 1/2 Stunden Schlaf am Stück wie neugeboren gefühlt. Vor allem: Wenn ich mich recht erinnere, gab es doch auch Tage, an denen ich sehr müde war. Ich hatte mich eines Tages draußen beim einem morgendlichen Spaziergang gefragt, wie es diese Ente, die da lang watschelte, über den Zaun vom Teich geschafft hatte. Und plötzlich ist die Ente weggeflogen und ich dachte so: Hab ich das gerade wirklich gedacht? Mir war absolut klar, dass Enten fliegen können aber mein Gehirn war anscheinend so ermüdet, dass ich echt nach einem Loch im Zaun geschaut habe 😉 Also nach müde kommt wirklich doof… Schlafentzug ist wirklich Folter. Soviel dazu. 

Die ehrlichen Bilder mit euren Kindern im Buch haben mir gut gefallen, es ist mir aber erst bei den letzten Kapiteln aufgefallen, dass ihr das wohl selbst seid (eure Namen standen ja jeweils links oben, aber das habe ich irgendwie ausgeblendet) und uns einen Einblick gewährt. Danke dafür.

Nach wie vor denke ich manchmal, dass ich lieber die Rolle meines Freundes einnehmen würde und alles so ungerecht ist. In „Wow, bin ich verliebt“ geht ihr auch darauf ein. Ach, wie toll. Das Gespräch unter Männern fand auch mein Freund super. Bei den Erinnerungshilfen sollte man aufschreiben, wann er mich das letzte mal zum Lachen gebracht hat. Das fiel mir schwer. Ich schrieb: „Er hat gegrillt.“ Das Problem war, dass er die Notizen von mir ja dann gelesen hat, das war von mir nicht bedacht… Und er war ein bisschen traurig, dass ich mich an kein anderes Lachen erinnern konnte und er erzählte mir, dass wir doch im Tierpark über den Waschbär gelacht hatten, weil er da einen lustigen Spruch rauagehauen hatte – und da lachten wir wieder. 

Ich freute mich jetzt schon auf den nächsten Abend, wo ich wieder weiter lesen konnte. Und dieser Abend kam dann auch und hier fesselte mich sehr das Foto von Katharina in dem Kapitel „Wow, bin ich über- und unterfordert“. Ich bin auch nicht von Anfang an in der Mutterrolle aufgegangen, wir brauchten Zeit, uns kennenzulernen und auch heute gewöhnen wir uns noch aneinander. Auch wenn wir eine Einheit sind und so viel sicherer in allem geworden sind. 

Die große Stütze füllte ich auch freudig aus und sendete es meiner neuen Freundin vom Geburtsvorbereitungskurs, den wir zum Glück noch hatten und die als Mutti mit einer drei Wochen älteren Tochter immer mit mir mit fühlt. Richtig laut gelacht habe ich dann auf den Seiten, wo Lisas Baby einfach jemand Fremdem gewunken hat. Dass wir den Einkaufswagen schunkeln. Oder wofür man alles Feuchttücher benutzen kann.

Das Kapitel „Wow, bin ich stolz“ hat mich nochmal an eine schwierige Anfangszeit erinnert, wo unser Baby krank geworden ist und ich dadurch extrem viele neue Begriffe gelernt habe, aber auch das gehört dazu. Und auch schön, dass ihr mir in „Wow, bin ich wütend“ Danke sagt! Das hat gut getan. Dann habe ich noch das Mandala so richtig hässlich ausgemalt und viel Spaß dabei gehabt und erst gedacht, irgendwer hätte mit roter Farbe in meinem Buch rumgemalt, aber dann hab ich es genauso gehandhabt. 

WOW MOM - Der Mama-Mutmacher für mehr ich in all dem Wir

Und heute habe ich dann zu Ende gelesen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sitze ich jetzt hier und schreibe euch, hab gerade schon bei Instagram euren Blog Stadt Land Mama abonniert und dabei gesehen, dass ihr ein weiteres Buch (Wow Mom – der Mama-Mutmacher für mehr Ich in all dem Wir) geschrieben habt. Ahhhhh, das muss ich haben, dachte ich, aber vorher hab ich euch geschrieben, weil es vielleicht möglich ist, dass ich eine signierte Ausgabe erwerben kann? Wäre das möglich? (Anm. d. Red. Klar! Meldet euch einfach bei uns und wir signieren euer Buch!)

Da würde ich mich sehr freuen und falls das nicht geht, dann kaufe ich es trotzdem. Dann hab ich gerade noch entdeckt, dass es auch ein Buch von euch zur Schwangerschaft geben wird! Hätte es das doch bloß schon früher gegeben!

Habe euer Buch schon empfohlen an meine Mit-Mütter und werde es auf alle Fälle einer guten Freunden schenken, wenn ihr Baby so alt ist wie meines jetzt. Die wird sich freuen. Ich bin auch so ein typischer Fall von „Ich möchte alles alleine schaffen“. Dank euch weiß ich, dass das nicht sein muss. Man sollte ruhig Hilfe annehmen und wenn man sich entscheiden muss, ob Wäsche oder Mittagsschlaf, dann wähle ich jetzt immer den Mittagsschlaf. Schlaf ist das kostbarste Gut, das erfährt man aber echt erst als Eltern und nicht als Partygänger/Nächtedurchmacher. Auch wenn wir ein liebes Baby haben, Schlaf kriegen wir trotzdem alle zu wenig , weil man das tatsächlich unterschätzt.

Am Ende des Buches bei „Wow, bin ich motiviert“ kam noch die Frage, wann man heute mal einfach nichts gemacht hat… in Minuten! Ich habe da eine 0 eingetragen. Aber jetzt, wenn ich so drüber nachdenke: Ich war heute bei meiner Mama mit meinem Baby, weil sie gestern Geburtstag hatte. Und danach bin ich nach Hause gefahren und habe meinem Freund geschrieben, ob wir shoppen fahren wollen. Das Baby war gerade eingeschlafen und meistens warte ich dann 1-2 Stunden im Auto. Diese Zeit haben wir genutzt und sind in ein Outlet gefahren. Auch wenn das Baby an der Tankstelle wach geworden ist, weil der Papa sich zu früh abgeschnallt hat und das neue Auto dann so fürchterlich piept. Aber halb so wild, wir hatten trotzdem alle einen schönen Tag und jetzt schreibe ich euch noch , weil ich das möchte.

Ich denke, ich habe doch sehr viele Minuten heute zwar was gemacht, aber es hat sich so angefühlt wie nix, weil alles Spaß gemacht hat. Vielleicht sind ja irgendwann wieder Lesungen oder Treffen möglich, dann werde ich bestimmt mal auf eine Lesung von euch fahren mit meinem neuem Auto. Da werde ich das Leben dann begießen mit einen Glas Sekt, worauf ich aktuell auch noch warte. Aber auch dieser Tag wird kommen, wo man sein Leben nicht mehr teilen muss und wieder über sich selbst bestimmen kann.

Hauptsache, ich übertreibe es nicht wie Katharina und trinke gleich dre Gläser Wein und habe dann einen Kater. Aber wir werden sehen, bald ist es soweit. Die Zeit vergeht so schnell mit Baby. Und auch mit eurem Buch ist die Zeit so schnell vergangen. So lange hab ich nicht so schnell und mit so viel Freude gelesen. 

Danke für dieses wundervolle Buch und diese Stunden die ihr mir beschert habt. 

Und danke, dass es mir dadurch jetzt besser geht und ich wieder motivierter und glücklicher bin. Sorry für eventuelle grammatikalische Fehler oder falsche Kommas. Aber meine kleine bessere Hälfte könnte jede Sekunde aufwachen und Hunger bekommen, daher habe ich so schnell wie möglich alles aufgeschrieben. Ich hoffe auf euer Verständnis. 

1.000.000 Mal Danke – großartig war ihr mit Wow-Mom abgeliefert hat. Ich hab ja Erwartungen gewartet aber diese wurden sowas von mehr als übertroffen. 

Ich wünsche euch alles Gute, 

Liebe Grüße aus dem Harz sendet euch Anja

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1 comment

  1. So ging es mir damals auch als ich das Buch gelesen hatte….irgendwann in den ersten Monaten mit meinem kleinen….geweint habe ich auch viel beim lesen….glaube auch es sind die Hormone…und bestimmt noch dazu war es der Schlafmangel…;) Aber ja, das Buch ist tatsächlich ein Mutmacher!

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