Pubertät in der Pandemie: Wie können wir unseren Teenagern helfen?

Pubertät

Foto: pixabay

Ihr Lieben, gerade erreichen uns besonders viele Anfragen zum Thema Teenie und Pandemie. Eigentlich wäre es die Zeit der Abgrenzung unserer Kinder, nun sitzen wir aber im Lockdown und merken, wie sehr die Situation unseren Teenies mittlerweile zusetzt.

Wie sagte der Schulleiter unserer Großen neulich noch so schön? „Neunte Klasse und Corona – schlimmer geht´s ja eigentlich nicht.“ Die Kinder wollen raus, sie wollen Zeit mit ihren Freunden, Abenteuer, eigene Erfahrungen sammeln, wollen in den Pausen giggeln, ihre Eltern peinlich finden. Stattdessen sehen sie grad: Nur ihre Eltern und ihre „meganervigen“ Geschwister.

Hilefruf einer Mutter: Meine Teenager-Tochter fühlt sich leer

Bei Instagram haben wir gestern den Hilferuf einer Mutter geteilt, weil ihre 15jährige Tochter ihr eröffnet habe, dass sie sich nur noch leer fühlt – und irgendwie „unnütz“. Ihr Leben bestehe nur noch aus ihrem Zimmer, Zoom und Schulaufgaben. Nach draußen gehe sie kaum noch, was sollte sie da auch? Sie habe Angst, bei all den Verboten und Untersagungen und Regeln irgendwas falsch zu machen.

Und noch eine Leserin schrieb uns folgendes: „Ich habe gerade euren Text von der Schulsozialarbeiterin gelesen und für mich schließt sich da jetzt eine Frage an – vielleicht mögt ihr die mal an die Community weitergeben?

Wie können wir unsere Teenager aus dem Corona-Tief holen?

Wie kann ich meine pubertierenden Teenager gerade am besten unterstützen? Also nicht beim „Schuldesaster“, sondern in ihrer aktuellen Lebensphase unter Coronabedingungen!

Wie geht man am besten mit den Launen und Ausbrüchen, aber auch mit dem Zurückziehen um? Wann muss man sich Sorgen machen? Was kann man ihnen gutes tun? Welche Zugeständnisse sollte/ muss man machen?“

Wie können wir unseren Teenagern also helfen? Wäre es eine Möglichkeit, sie doch Freunde und Freundinnen treffen zu lassen, wenn sich alle vorher testen? Mit negativen Schnelltests wäre ja vielleicht sogar vielleicht mal ein Übernachtungsdate mit dem oder der BFF (best friend forever) möglich – für ein paar Lachkrämpfe und ein bisschen Leichtigkeit zwischendurch.

Hoffnung geben, kleine, sichere Schritte wagen

Vielleicht hilft es auch, alte Fotoalben rauszukramen, das Zimmer neu zu gestalten oder Bucket Lists zu schreiben, welche Urlaube man im Leben noch erleben will. Oder man plant/erträumt einen längeren Auslandsaufenthalt, um mal auf andere Gedanken zu kommen, um mal wieder Highlights zu schaffen im doch sehr monotonen Alltag grad…

Oder man lässt sich mal einen Shoppingtermin geben oder bedient sich in der Schmink-Abteilung des Drogeriemarktes, um sich mal richtig das Gesicht zu verunstalten. Alles natürlich nur Tropfen auf den heißen Stein, aber vielleicht Mini-Schritte raus aus der Lethargie!?

Habt ihr noch gute Ideen? Wie macht ihr das mit euren Teenies? Lasst uns mal austauschen und schauen, wie wir unsere Kinder gemeinsam aus diesem Loch ziehen können! Mit Communitypower! Damit es am Ende allen wieder besser geht.

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3 comments

  1. Na ja, aber so zieht sich die Covid19- Zeit auch nur in die Länge.
    Es wäre doch besser, sich jetzt eher einzuschränken, um sich dann umso früher wieder treffen zu können.

  2. Also ich finde auch, dass Teenager sich durchaus noch treffen können und sollen. Dies geht auch unter Beachtung der Corona-Regeln, wenn halt immer nur ein Teenager aus einem anderen Haushalt zu Besuch kommt. Übernachtungsdates mit einer einzelnen Person gehen sogar ohne Schnelltest.

    Ich würde bei Teenies auch mal ein Auge zudrücken, wenn sie sich an der einen oder anderen Stelle mal nicht hundert Prozent akkurat an die Regeln halten und z.B. bei einem Treffen mal ein Teenie aus einem anderen Haushalt „zu viel“ dabei ist. Als Elternteil muss ich ja schließlich nicht immer alles wissen und Teenies schlagen nun mal hin und wieder über die Stränge. Was will ich dagegen machen? Ich würde das auch mit einem gewissen Augenzwinkern so kommunizieren.

    Auch wäre ich bei einem Teenie mit Medienzeiten nicht streng. Treffen auf Zoom oder auch gemeinsames Gaming mit Kommunikation via Discord oder Teamspeak würde ich in der jetzigen Situation unbegrenzt zulassen.

  3. Ich erlaube, unterstütze und fördere gelegentliche Treffen mit einzelnen Freundinnen (auch mal über Nacht)! Das sind ja immer noch 99% weniger Kontakte als meine Töchter (11, 14 und fast 17) normalerweise durch Schule, Sport und Feiern hätten. Ich weiß, dass wir in einer sehr privilegierten Situation leben und die Mädels sind bisher auch wirklich tapfer und vernünftig, aber mir blutet das Herz, wenn ich darüber nachdenke, was ihnen alles verloren geht. 2 „verlorene“ Jahre sind in Teenagerjahren eben einfach etwas anderes als mit Anfang 40. Wie viele Erinnerungen an nicht erlebte Erlebnisse gehen den Kindern verloren… aber gut so ist es nun mal und wir halten durch und hoffen, dass es besser wird.
    Es gibt immer ein Danach!
    Danke für diesen Artikel,
    alles Liebe
    Katrin

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