Schulferien: Wie meistern andere Familien diese Zeit?

Mein Name ist Janka und ich frage mich zur Zeit, ob wir die einzige Familie sind ,die Probleme mit der Betreuung unsere Kinder in den Sommerferien haben.

Leider ist es bei uns so, dass die Schließzeiten der Kita nicht deckungsgleich mit den Schließzeiten des Schul-Hortes sind. Das heißt: Wir müssen fand Wochen überbrücken.

Leider haben wir keine Großeltern oder Verwandte, die uns unterstützen können. Eigentlich bedeutet das, dass mein Mann und ich zu unterschiedlichen Zeiten Urlaub nehmen müssen – damit fällt dann aber ein gemeinsamer Familien-Urlaub flach, was doch echt traurig ist.

Ich würde mich freuen, wenn mir andere Familien schreiben, wie sie die Ferien meistern. Liebe Grüße

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15 Kommentare

  1. Also ich kenn das auch. Allerdings gibt es bei uns tatsächlich eine Partnerschule bzw. Hort. Und dadurch nehme ich nur die kitaschliesszeit Urlaub. Und nächstes Jahr hat das dann ein Ende.

  2. Eine Freundin spricht an der Stelle immer vom „Luxus“.
    Wer es sich leisten kann seine Kinder nicht betreuen zu lassen die ganzen Sommerferien lang, was 6 Wochen sind, der möge sich freuen!
    Dann kennt derjenige das beschriebene Problem nämlich nicht, denke ich.

    Neben den Sommerferien gibt es ja auch noch diverse andere Schulferien, Brückentage, Zeugnisferien und Fortbildungstage, Schließung wegen Abschiedsausflug der Vorschüler etc pp… das summiert sich.
    Wir haben 3 Kinder in drei Einrichtungen (Krippe, Kindergarten und Grundschule).
    Ich hab 30 Tage Urlaub, mein Mann 28. Mein Mann hat betriebsbefingt eine Urlaubssperre in den Weihnachtsferien…
    Und dann geschehen noch Dinge wie diese: Letztes Jahr in den Sommerferien war jede zweite Woche ein Kind (ja jedes der drei nur einmal) krank.
    Nichts aufregendes, nur irgendwelche banalen Kinderkrankheiten, die einfach gepflegt werden wollen.

    Es ist manchmal keine Frage, ob man dem Kind Ferien gönnen möchte, es ist tatsächlich auch eine Frage des Könnens.
    Und zwar für alle Beteiligten, denn auch Eltern sollen sich im sogenannten Erholungsurlaub erholen. Je nach Alter, dem Altersabstand und der Anzahl der Kinder, den weiteren Rahmenbedingungen (gibt es einen Garten, Geld für Ausflüge/Eintritte, Nachbarn, die sich von jeder Lautäußerung gestört fühlen) und aktuellem Zustand (physisch und psychisch) mag das in manchen Jahren -auch ohne den besonderen diesjährigen Zusatzbelastungen gerade für Kinder und Eltern- einfach nicht möglich sein.

  3. Ich gebe nebenbei mal etwas zu Bedenken:

    Habt ihr bei all dem Organisieren der Kinderzeit mal darüber nachgedacht, dass das für viele Kinder der pure Stress ist, die Ferien größtenteils auch noch von morgens bis Nachmittags „wegorganisiert“ zu sein?

    Natürlich ist Corona jetzt eine Sondersituation, aber bei vielen Familien ist es doch auch sonst so, dass die Kinder in den Ferien sehr früh aufstehen müssen, weil sie in irgendwelche Camps, Ferienspiele oder Ähnliches müssen. Finde ich schade, das sind doch, wenn es täglich und über Wochen so ist, keine Ferien und keine Erholung….

    1. Danke fürs Teilen deiner Bedenken.

      Was ist denn dein konstruktiver Vorschlag, wie sind denn deine Kinder (in welchem Alter?) während der Ferien betreut?

      1. Genau, ich lasse meine 9 und 7 jährigen Kinder morgens in Ruhe ausschlafen und schau dann mal gegen 16:00 Uhr, wenn ich von Arbeit zurück komme, ob sie sich den Tag über gut erholt haben. Also für solche Kommentare habe ich nur ein Kopfschütteln übrig…

  4. Ich fühle mit dir und kenne das Problem zugute. Bei uns sind Ferienspiele & Co. oft im Zeitraum 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr und der Hort mit Schließzeiten hat auch begrenzte Zeiten. Das es aber bei der arbeitenden Bevölkerung auch Schichtdienst oder Frühdienst mit Arbeitsbeginn 6:00 Uhr gibt,bedenkt niemand.
    Somit sind wir gezwungen, uns urlaustechnisch aufzuteilen, Überstunden abzubauen und die Großeltern und Freunde mit einzuplanen.

    1. Hallo Eva,

      ich habe es, als sie jünger waren (heute 11 und 16) so gemacht, dass ich Überstunden angespart hatte, die ich dann in diesen Zeiten, in denen wir nicht im Urlaub waren, nahm. Wenn das nicht reichte, habe ich den Rest Sonderurlaub ohne Bezahlung genommen. Das war in der Grundschulzeit. Jetzt kann ich sie beide natürlich Vormittags alleine lassen, ich gehe Teilzeit, mein Mann Vollzeit arbeiten.

      Ich weiß, das ist nicht bei jedem möglich. Aber wenn die Freunde meiner Kinder mal so aus sich heraus „gequatscht“ haben, fanden diese selten das Ferienstressprogramm gut, sondern fast schon anstrengender als Schule.

      1. Schön, dass das so für Dich möglich war. Was machst Du beruflich? Bei uns würde das so trotz Gleitzeit und familienfreundlichen Arbeitgebern gar nicht gehen, da alleine in meinem Team schon über die Hälfte meiner Kollegen selber Eltern sind. Im Team meines Mannes auch (anderer Arbeitgeber). Würden wir das alle so machen, dann wäre über die Ferien der Standort kaum besetzt. So teilen wir Eltern untereinander immer die Ferien auf. Und die Kollegen ohne Kinder oder nicht schulpflichtigen Kindern versuchen außerhalb der Ferien Urlaub zu nehmen. Die Brückentage über den Jahreswechsel sind allerdings so begehrt, dass da auch die Kollegen ohne schulpflichtige Kinder zum Zuge kommen möchten. Ich hoffe Eure Situation zu Hause hat nicht dazu geführt, dass Du vom Mann finanziell abhängig bist?!? Das ist dann nämlich oft die Kehrseite vom Luxus die Kinder ausschließlich selbst betreuen zu können. Bei uns läuft ohne Großeltern und weitere Angebote nichts.

    2. @ K: Habe ich nicht geschrieben, dass man sie alleine lässt, bitte genau lesen, bevor kritisiert wird…

      Ich wollte nur mal anregen, sich in die Lage zu versetzen, dass man eigentlich „Ferien“ hat und trotzdem das Programm für viele Kinder anstrengender ist als Schule, weil sie die ganze Zeit herumkutschiert werden. Ich kenne kaum Kinder, die das schön finden.

      Wie würde man sich als erwachsener Mensch fühlen, wenn statt Ausschlafen, Zeit für eigene Ideen etc. nur „fremdorganisierter Freizeitstress“ ansteht?

      1. Hallo Ina, ich habe es bewusst so überspitzt geschrieben, da es auch hier bei den Vorschlägen nicht darum geht, seine Kinder die gesamten Ferien weg zu organisieren. Es geht ja nur um die Zeit, die das Urlaubsbudget berufstätiger Eltern übersteigt. Man kann ja schlecht komplette 6 Wochen Urlaub nehmen, damit die Kinder jeden Ferientag chillen können. 2-3 Wochen Urlaub bekommen sicher die meisten Familien hin, aber nicht 6. und wenn die Kinder dann die restlichen Wochen in Camps oder Ferienspielen verbringen, sind ihnen nicht die gesamten Ferien genommen, so wie Du schreibst! Daher bewusste satirische Überspitzung meinerseits.

  5. Hallo, wir melden die Kinder zum Fussballcamp, Feriencamp der Stadtmission usw an, meist ist das finanziell auch gar nicht so kostspielig und die Kurse gehen oft von 9-16 Uhr. Wo wohnst du, vielleicht gibt es auch bei euch solche Angebote. Viel Erfolg

  6. Hallo, wir haben dieses Problem glücklicherweise nicht. Aber hier gibt es 1-3 wöchige Ferienspiele für Kinder, die immer gut besucht sind. Vielleicht wäre das für euer Schulkind eine Idee? Einfach mal bei der Stadt oder der Kirche nachfragen. Viele Grüße.

  7. Bei uns in der Stadt wird ein Ferienpass angeboten, in dem so Programme für Kinder tagsüber enthalten sind, Waldcamp oder Segeln lernen etc… auch die Sportvereine der Kinder bieten so einwöchige Camps an, zu denen man die Kinder morgens bringt und nachmittags abholt. Zudem existiert bei uns immer ein Ausweich- Hort für die Zeit, in der der Stammhort zu hat, so dass wir eigentlich immer nur die Kita- Schließzeit überbrücken mussten, da das Schulkind aus all den Angeboten die eine oder andere Woche betreut war. Naja und dann verkaufen wir die Kinder auch wochenweise an weiter weg lebende Großeltern. Aber ich gebe zu, es ist schon ein Organisationsaufwand alle Schließzeiten zu überbrücken und trotzdem gemeinsamen Familienurlaub zu machen…

  8. Hallo!
    Wir müssen vier Wochen überbrücken, da die Einschulung am 29.8. stattfindet, aber ab dem 1.8. das neue Kindergarten Jahr läuft, in dem eben das fast Schulkind keinen Platz mehr hat.
    Dies haben wir letztes Jahr schon mit eingeplant und nehmen den Urlaub zeitlich versetzt. Wir freuen uns, dass 14 Tage gemeinsamer Urlaub möglich ist und je eine Woche mein Mann und ich allein mit den Kindern.

    Frühzeitiges Absprechen mit und offensives Ansprechen von den Familien der Kinderfreunde in gleicher Situation ist eine meiner Strategien, in Oster- und Herbstferien zugegebenermaßen erfolgreicher als in den Sommerferien. Und ein ausführliches Studium der Ferienangebote der Stadt, Kirche und Sportvereine, dann Anwerben eines Freundes damit der 7jährige nicht allein hin muß.
    Ferien Pläne ich tatsächlich Wochen im Voraus, der elterliche Urlaub fürs ganze nächste wird bei uns aber auch wegen der Regelungen meines Mannes Arbeitgebers schon im September geplant.
    Ich muss aber gestehen, dass Corona bisher dieses Jahr unsere Pläne durcheinander wirbelte.

    Doch fällt mir gerade auf, dass es leichter wird, weil die Kinder älter werden.

  9. Gibt es bei Euch keine anderen Angebote: Ferienbetreuung von Sportvereinen, VHS, Kunstschulen, Unternehmungen der Stadt… hier gibt es viele Möglichkeiten, um zwei Wochen Ferien zu überbrücken. Meist sind sie etwas teurer als der Hort, das stimmt….aber umsonst ist der Hort ja auch nicht…

    Viele Grüße

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