Was ist bloß mit den Vätern los? Nadine macht ihrem Ärger Luft

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Mein Name ist Nadine, ich bin seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen, wir haben zwei Kinder – der Große ist fast drei, die Kleine 5 Monate. Ich muss heute mal Dampf ablassen.

Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, dass mein Mann kein gleichwertiger Erwachsener ist, sondern eher ein verpeilter Teenager. Ich muss ihm alles – und damit meine ich ALLES – vorkauen, was mit den Kindern zu tun hat. Er hat einfach null Bewusstsein dafür, was zu tun ist.

Er merkt nicht von alleine, dass die Kleine eine volle Windel an hat. Ich muss ihm sagen: Geh bitte wickeln. Er schaut nicht auf die Uhr und sieht, dass nun Mittagessenzeit ist. Ich muss ihm sagen: Deck doch schon mal den Tisch. Er ignoriert die vollen Wäschekörbe. Ich muss ihm sagen: Schalte bitte eine Maschine ein. Er sieht nicht von selbst, dass der Kühlschrank leer ist, ich muss sagen: Wir brauchen noch Milch.

Wenn unser Großer einen Wutanfall hat, reagiert mein Mann einfach dämlich. Er schafft es nicht, auf das Niveau eines Dreijährigen zu begeben, ihm Brücken zu bauen. Nein, unser Sohn soll sich dann nicht so anstellen, sonst hat Papa auch keine Lust mehr. Dann setzt er sich wie ein bockiger Teeanger aufs Sofa und daddelt am Handy.

Überhaupt nerven ihn die Kinder mehr als dass sie ihm Freude machen. Ja, ich finde auch, dass manche Tage sauanstrengend sind. Ja, ich möchte auch lieber ausschlafen oder mit meinen Freundinnen brunchen gehen. Ist aber halt gerade nicht so drin – get over it. Werd verdammt nochmal erwachsen.

Bei uns fliegen deshalb ständig die Fetzen, ich werde zunehmend ungeduldig mit meinem Mann und würde ihn am liebsten vor die Tür setzen. Leider sehe ich auch bei uns im Freundeskreis, dass die Frauen alle Gas geben, Familie und Beruf wuppen – und die Männer richtige Lappen sind. Was ist bitte bloß mit den Männern los? Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass sich gerade um uns herum so viele Frauen trennen….

Bevor jemand es fragt: Natürlich habe ich es tausendmal angesprochen, aber er jammert dann nur rum, dass alles so viel sei und ich eben auch einiges einfach besser könne. Natürlich kann ich einiges besser – aber auch nur, weil ich geübter darin bin. Würde er sich mehr einbringen, würde auch er selbstsicherer werden. Was meint ihr – muss ich ihn einfach mal auflaufen lassen oder wie gehe ich damit am besten um?

Foto: Symbolbild Pixabay

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54 comments

  1. Holy shit. Der Mann sollte asap aus dieser toxischen, ausbeuterischen Beziehung aussteigen. Solange er seinen Teil(Sicherheit) erfüllt, gibt es keinen Grund in ihrem Teil(Nurturing) der Beziehung tätig zu werden. Dass die Frau das anscheinend trotzdem verlangt ist schon ziemlich menschenverachtend.

  2. Mir hat es geholfen, konsequent meine to-do-Listen per App zu führen.
    Beim kostenfreien todoist bspw. kann man Listen auch teilen/gemeinsam bearbeiten – da muss man seinen Partner nurnoch dazu kriegen, sie auch zu nutzen 😅

  3. Ich sehe bei der ARBEIT eigentlich nur noch weibliche LAPPEN was ist mit den FRAUEN LOS

    Als Berufssoldat und Vater von 3 Mädchen Arbeite ich über 40 Stunden die Woche im Militär und danach schmeiße ich den Haushalt ALLEINE. Meine Frau sieht weder welche Arbeiten im Haushalt anfallen noch macht sie diese von alleine. Ich bin bestimmt ein Macho jetzt aber due Frauen hier mit ihren „Argumente“ Taffe Power Frauen die alles spielend Wuppen. Was auch immer bei diesen Personen die DEFINITION VON ARBEIT IST. Der gefühlte 50000 Artikel aller Women are the greatest. Und jetzt heult doch bitte leise oder sehe mal was ANDERE LEISTEN.

  4. Erheblich irritierend, den eigenen Ehemann im Internet als „Lappen“ zu bezeichnen. Da ist doch schon Hopfen und Malz verloren.
    Sind für mich eher depressive Züge. Würde mich auch nicht wundern, wenn er vor allem als Hilfsarbeiter in der Gegend rumkommandiert wird.

    Ebenso irritierend ist, von diesem einen Menschen auf die Mehrheit der Männer zu schließen.

  5. Ich verstehe nicht, weshalb Du überhaupt mehrere Kinder mit ihm hast? Diese Verhaltensweisen müssen Dir doch vorher schon an ihm aufgefallen sein?

    Aber Männer und Frauen erledigen und sehen Dinge nunmal unterschiedlich. Auch das sollte akzeptiert,und besser besprochen werden.

    Ich komme seit Anfang an mit beiden Kid’s auch allein zurecht – musste auch so sein, damit meine Frau auch z.B. abends (Kid’s allein ins Bett bringen….) arbeiten konnte.
    Dafür fiel ihr das „loslassen“ aber extrem schwer……trotzdem haben wir es geschafft.

    Wir arbeiten beide und haben uns die Hausarbeiten (Kochen, Aufräumen, Waschen, Müll, Einkaufen, Hausaufgaben, Kinderbetreuung, Vereine usw.) weitgehend aufgeteilt.
    Aber alles finanzielle im Rahmen der Familie oder ums Haus, handwerkliches, mit den Autos, oder im Garten „darf“ ich machen – da hat sie keine Lust zu.
    Trotzdem würde ich mich deswegen nicht Trennen…….sie übernimmt dann halt die Besorgung von Geschenken, oder den größeren Teil der Kontaktpflege.

  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation

    Aus deinem Beitrag höre ich sehr stark den „Wolf“ in dir. Das kann ich gut verstehen, löst aber euren Konflikt leider nicht. Erst wenn du deinen Mann mit „Giraffenohren“ hörst, besteht die Chance dass sich euer angespanntes Verhältnis beruhigt und ihr ein gutes Miteinander erleben könnt.

    Und versteh mich nicht falsch: dein Mann kann und sollte auch jede Menge dazu beitragen, aber eine*r muss den ersten Schritt gehen.

    Alles Gute!

  7. Liebe Nadine, same here. Das Argument, dass ich einfach vieles besser kann, lasse ich nicht mehr gelten. Mir ist das ja auch nicht einfach zugeflogen, sondern war und ist harte Arbeit. Ich habe nicht wirklich eine Lösung dafür. Was mir nur geholfen hat und uns letztendlich vor der Trennung bewahrt hat (wir waren SO kurz davor)war, dass ich tatsächlich versuche, den Grill und Frust beiseite zu schieben, bevor ich kommuniziere. Klappt natürlich nicht immer. Aber das ist wirklich etwas, was ich vielleicht wirklich besser kann. Mit den immer gleichen Bitten und Forderungen kam ich einfach nicht weiter und letztendlich hat das dafür gesorgt, dass wir uns immer weiter voneinander entfernt hatten und beide immer mehr Frust hatten. Ich weiß, jetzt hängt es wieder an dir- aber dummerweise sind das vermutlich die einzigen Schrauben, an denen du drehen kannst.
    Bleib dran, Superkräfte sind einfach nicht gleichmäßig verteilt 😉

  8. Was ich an der Geschichte komisch finde: Du betonst, dass es Deine (!) Hunde waren aber er sei damit „überfordert“ gewesen. Dass er sich um die Hunde engagiert kümmert, kannst Du aber nur dann erwarten, wenn es Eure gemeinsamen Hunde sind. Wenn Du die Hunde alleine als Deine Hunde ansiehst, musst Du auch in den sauren Apfel beißen, dass dann die meiste Arbeit mit den Hunden an Dir hängen bleibt.

    Auch komisch finde ich den Satz: „Da ich nicht der Meinung bin, dass Kinder mit Männern vor allem zusammen sein sollen, sondern ihre Mama brauchen in den ersten Jahren war ich irgendwie ratlos, wie ich das hinkriegen soll.“
    Das klingt mir danach, dass Du eben nicht einen gleichberechtigten Umgang mit den Kindern haben wolltest, sondern eher die Schiene „Mama knows best“ gefahren bist.

    Ich war nicht dabei und weiß daher nicht was tatsächlich vorgefallen ist, aber ich kann sagen, dass Du mit der hier geäußerten Einstellung auch mit vielen anderen Männern nicht klarkommen würdest.

    1. Meine Gedanken dazu:
      Wenn du nebst dem Teenager noch Qualitäten an deinem Mann findest, die für dich sehr wertvoll sind: Ursachensuche. Hat die Mutter ihn zeitlebens Verwöhnt und ihm wurde zuhause nicht beigebracht wie man Wäsche macht, grundnahrungsmittel zubereitet oder ein Klo putzt? Glückwunsch, du wurdest zum Mama-Ersatz. Und darfst jetzt auch noch die Ablösung welche eigentlich im Teenie alter stattfinden sollte, übernehmen. Entweder in Form von Entzug zuhause oder durch Trennung. Ich empfehle immer den Vater regelmäßig alleine zuhause zu lassen. Also so zwei Wochen Ferien oder so. Oder ein Monat Weiterbildung.
      Weiter gibt es andere Ursachen, welche das Verhalten erklären können, zb ein unverarbeitetes Kindheitstrauma, oder Burnout.

  9. In meinen Augen, es ist meine persönliche Meinung und zu dieser stehe ich, zeigen sich erst die Charaktere der Menschen, wenn Kinder ins Spiel kommen. Gewollt und von beiden gewünscht, wenn ich es so erwähnen kann.

    Ich sehe sowohl an meinem Mann als auch an den Männern meiner Schwestern und Freundinnen, wie stark in der Vergangenheit die Erziehung der jeweiligen Eltern prägte. Männer, die als Jungen alles abgenommen bekommen hatten und sich überhaupt nicht verantwortungsvoll/-bewusst einbringen mussten, sind heute in den Beziehungen wie ein weiteres Kind. Auch meinem Mann wurde von seiner alleinerziehenden Mutter alles übernommen und abgenommen. Wir waren auch lange in einer Beziehung, die nie tiefgründig genug werden konnte, weil er erst mit mir zusammenziehen wollte, nach dem wir verheiratet waren. Um seine Mutter nicht zu kränken. Zum Zeitpunkt unserer Hochzeit waren wir über acht Jahre ein Paar. Aus Liebe und der Hoffnung heraus, machte ich das mit. Einen Monat nach unserer kirchlichen Hochzeit wurde ich tatsächlich – trotz Endometriose und PCO-Syndrom – auf natürlichem Wege schwanger. Hieß also, ich konnte keinen richtigen Alltag mit meinem Mann über langen Zeitraum erleben, um ihn richtig kennenzulernen. Sobald das Baby (2016)da war, wusste ich, mit wem ich es zu tun hatte. Ich war enttäuscht und entsetzt. Nun, 2022: Meine älteste Tochter wird bald sechs Jahre alt und mein Mann hat sich nicht geändert, trotz Bitten, Betteln und furchtbarer Streitigkeiten.
    Mir war und ist bewusst, dass die meisten Frauen den Drang haben, ihre Partner verändern zu wollen. Ich jedoch sehe darin keine Veränderung, wenn mein Mann einfach mal mitdenken würde. Warum bringt er nicht von selbst den Müll runter? Wieso muss ich ihn daran erinnern, dass unser Kind etwas zum Essen braucht? Beispielsweise. Einfach mitdenken wäre erleichternd. Er wird im Dezember 38 Jahre alt, an den meisten Tagen habe ich jedoch das Gefühl, einen Teenager von siebzehn neben mir zu haben.

  10. „Daher: Flucht. Ich kann es jeder Frau sagen. Flieht. Und das so schnell wie möglich. Ihr werdet der Vollarsch für eure Kinder sein später.“

    @ Nina: Jede Frau soll ihren Mann verlassen bevor sie schwanger wird, nur weil du kein gutes Händchen bei deiner Beziehung hattest? 🤨

    Bei all den negativen Kommentaren hier frage ich mich, wie blind oder blauäugig mache Frauen in die Ehe gegangen sind. Und dann sich über DIE MÄNNER im Allgemeinen aufregen.
    Dann will ich euch mal von meiner Ehe erzählen. Wir kommunizieren auf Augenhöhe. Wenn einer von uns unzufrieden ist / sich über etwas ärger
    t, reden wir darüber. Jeder hat seine Aufgaben, seinen mental load, aber viele dieser Aufgaben sind flexibel verteilbar. Wir sprechen uns ab, wer nach der Arbeit noch einkauft, wer kocht und wenn wir beide völlig durch sind, wird Essen bestellt. Ich kümmere mich um die Wäsche, er putzt. Ich kümmere mich um die Terminplanung unseres Kindes, er um die Wohnungsverträge, etc. Wir kennen beide die Finanzen des anderen, haben eigene Konten und ein gemeinsames für Fixkosten wie Miete, Lebensmittel, etc. Wir haben gemeinsame Hobbies, die nichts mit Kindern zu tun haben, über die wir reden können. Wir haben aber auch eigene Interessen. Wir reden über ALLES. Klar streiten wir auch mal, aber immer zivilisiert und wir finden immer einen Kompromiss. Wir sind beste Freunde, Partner und Liebhaber.
    Unsere Erfahrungen aus unserem Freundeskreis? Die Ehen, die nicht gehalten haben nach den Geburten, waren die, die lediglich körperliche Anziehung als Grundlage hatten, aber keine Bindung, die darüber hinaus geht. Und da das Sexleben mit Babys echt zu kurz kommen kann, sind diese Beziehungen gescheitert.
    Also die Frage an die Fraueb: mögt ihr eure Männer auch als Person? Oder wollt ihr nur mit ihnen schlafen?

    1. Und schon wieder ist die Frau schuld, weil sie den falschen Partner gewählt hat. FrauenBashing vom Feinsten.
      Dein Kommentar strotz nur so vor Arroganz.Schlimm. Mein erster Gedanke beim durchlesen, hoffentlich bist du in der Kommunikation mit deinem Mann nicht so von oben herab. Die Paare die soooo viel reden und bei denen alles super läuft, scheitern, weil sie nur nach außen leben und jedem erzählen wie perfekt sie als Paar doch sind. Zu einer Partnerschaft gehört es dazu, dass man sich mega aufn Kecks geht, dass man an Grenzen kommt, das einige Berge eben nicht überwindbar sind. Das man sich weiterentwickelt, der Partner aber nicht oder in eine andere Richtung. Es ist kein persönliches scheitern wenn die Beziehung auseinander bricht.

      Liebe Nadine, Du wirst deinen Mann nicht ändern, Du kannst nur deinen Blickwinkel auf die Situation ändern. Das kann weiterkämpfen bedeuten, sich abfinden oder aber auch die Trennung sein… Ich bin mir ganz sicher Du findest deinen richtigen Weg. Alles Gute!!!

      1. Ich verstehe den Kommentar nicht als „Frau-Bashing“ sondern als Hinweis darauf, dass vielleicht vor den Kindern die Beziehung schon nicht auf Augenhöhe war. Und daran tragen immer beide Partner Schuld, nicht nur die Frau. Auch die Kommentare hier die den Müttern der Männer die Schuld geben finde ich ganz schrecklich- als wäre ein Mann kein eigenständiger Mensch sondern ein formbarer Trottel den Muttern dann eben falsch konditioniert hat. Ich habe einen Partner der für bestimmte Aufgaben verantwortlich ist und wenn er dabei Hilfe braucht (Leiter festhalten, Schrauben reichen, etc) und ich nicht gleich verstehe was er macht oder braucht, einfach weil ich es seltener oder gar nie alleine mache oder vielleicht noch nie getan hab, dann verstehe ich die Männer denen es umgekehrt so geht. Einfach mal dran denken dass der eigene Wissensstand und Erfahrungshorizont nicht zwangsläufig der vom Partner sein muss und nicht gleich den anderen wie einen Deppen behandeln. So verliert man ganz schnell die Lust und denkt sich eher „mach doch deinen Mist alleine wenn ichs eh nie richtig machen kann“. Allerdings sollte der andere sich auch nicht alles mehrfach erklären lassen müssen und Bereitschaft zeigen, auch wirklich mal selbst hand anzulegen.

        1. In einem Artikel in dem es darum geht Männer wie üblich Abzuwerten sehen sie wieder einmal das die Frau das Opfer ist. Wahnsinn das muss man erst mal hinbekommen was der Feminismus mit Frauen im Kopf macht. Ja ich verallgemeinere jetzt auch

      2. @Gala: Seufz. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so viel hast du falsch verstanden, also lasse ich es. Ach und btw, Neid steht dir nicht.

    2. Ganz viel ist schon gesagt worden, trotzdem möchte ich noch mal eine andere Perspektive reinbringen, denn hier wird so viel verallgemeinernd über „Männer“ oder „Väter“ gesprochen. Das muss doch alles nicht so sein. Und es gibt andere Modelle!
      Obwohl mein Mann schon etwas älter ist (55) – unsere Jungs sind 10 und 5- und sehr konservativ erzogen wurde (Schwiegervater kann nicht mal Kaffee kochen, geschweige denn irgendwas anderes im Haushalt) leben wir es anders. Mein Mann hat für beide Jungs jeweils lange Elternzeiten genommen und war komplett für die Kinder da. Ich bin nach dem Mutterschutz direkt Teilzeit wieder eingestiegen (ja das geht auch mit Stillen, wenn man seine Rechte beim Arbeitgeber einfordert). Ich verdiene etwas mehr, und mein Mann hatte einfach viele berufliche Ziele schon erreicht und mehr Lust auf die Kinderphase. Inzwischen arbeiten wir beide wieder und teilen wir uns Haushalt und Kinderaufgaben auf. Den hier schon oft erwähnten mental load Test haben wir auch mal, mehr zum Spass, gemacht. Und waren erleichtert zu sehen, dass es intuitiv mit der Aufteilung gut geklappt hat.
      Er macht die Wäsche, ich putze, er kauft ein, kochen tun wir beide, die Kinder werden strikt abwechselnd beim Abendritual begleitet (was sie auch einfordern, weil sie es nicht anders kennen), er macht alle Schultermine, ich alle Kitatermine, er macht Garten, ich Geburtstage, Deko etc.
      Rechnungen, Finanzen usw. machen wir gemeinsam.
      Noch wichtiger als die Aufteilung ist aber Reden, Reden, Reden!!! Jeder berichtet dem anderen die wichtigen Dinge, und ja klar streiten wir auch oder sind uneinig über Erziehungsfragen. Vielleicht sogar mehr als andere, weil es viele Reibungspunkte gibt, wenn man es gemeinsam durchzieht. Aber es ist immer klar, dass wir komplett gleichberechtigt sind, uns einigen müssen und dann wieder an einem Strang ziehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie es sonst mit den Kindern funktionieren sollte. Und für die beiden ist es normal, dass Papa genau so Ansprechpartner ist, wie ich.
      Das alles ist mehr einfach so gewachsen, als von uns geplant worden und wir sehen manchmal verdutzt bei anderen wie ungleich die CareArbeit verteilt ist. Und mein Mann wird von anderen Müttern immer kritisch beäugt (auf dem Spielplatz, beim Kinderarzt, auf dem Elternabend…). Das kann ganz schön nerven.
      Ich wünsche allen Eltern, dass sie es schaffen die Augenhöhe wieder herzustellen. Und ich wünsche mir, dass Väter die es anders Leben überall akzeptiert werden.

      1. Auch bei uns ist es (glücklicherweise) anders als offenbar selbst heute noch bei den allermeisten anderen (Eltern-)Paaren. Nach der Geburt unseres Sohnes haben wir im ersten Jahr zunächst die klassische Aufteilung gewählt (ich ein Jahr Elternzeit, mein Mann die ersten 2 Monate parallel) und sind mit dem 1. Geburtstag unseres Sohnes zu einem 60/60-Modell übergegangen, d.h. wir sind beide zu 60% erwerbstätig (mein Mann vormittags, ich nachmittags) und teilen uns Kinderbetreuung und Haushalt auf. Das klappt wunderbar und ohne, dass ich meinem Mann in irgendeiner Weise „hinterherrennen“ und ihm zurufen müsste, was im Haushalt bzw. bzgl. des Kindes getan werden muss. Dass das so ist, liegt meiner Meinung nach insbesondere an zwei Dingen: Zum einen ist mein Mann dadurch, dass er unter der Woche täglich von mittags bis abends alleine für unseren Sohn sowie den Haushalt zuständig ist, schlicht und einfach gezwungen, sich um die anfallenden ToDos zu kümmern (d.h. insbesondere die „lebensnotwendigen“ Aufgaben wie Kind mit Nahrung versorgen, Windel wechseln etc.). Zum anderen ist es (was hier auch bereits von anderen Kommentatorinnen genannt wurde) meiner Ansicht nach wichtig und wird von uns beiden auch so gehandhabt, dass man (bzw. frau) den Partner nicht permanent bevormundet und ihm vorgibt, was wann wie zu erledigen ist. Das ist sicherlich oft ein Lernprozess und führt eben auch dazu, dass Dinge nicht immer auf die Weise und zu dem Zeitpunkt getan werden, wie man das selbst gerne hätte. Mein Mann und ich hatten insbesondere in den ersten Monaten unserer 60/60-Aufteilung in dieser Hinsicht viele Diskussionen und Streits, weil wir beide bei verschiedenen Thematiken der Ansicht waren, dass der jeweils andere etwas falsch/zu spät/usw. erledigt. Bei einigen Punkten haben wir Kompromisse erzielt oder es hat einer von uns beiden nachgegeben, aber bzgl. vieler ToDos mussten wir auch einsehen, dass der andere nunmal eine andere Herangehensweise hat und das von dem anderen Partner hinzunehmen ist.

        Unterm Strich bin ich davon überzeugt, dass sich die hier diskutierten Problematiken (Mental Load liegt einseitig bei der Frau; der Mann „sieht“ die Arbeit nicht und agiert im Haushalt und bei den Kindern nicht selbstständig, sondern allenfalls auf Aufforderung; der Mann erkennt die Carearbeit/Haushalt nicht als Arbeit an; etc.) in ganz vielen Beziehungen hauptsächlich daraus ergeben, dass die allermeisten Elternpaare nach wie vor eine klassische Rollenverteilung haben (Mann geht arbeiten, Frau übernimmt Haushalt und Carearbeit). Tatsächlich bemerke ich das im Kleinen sogar bei unserer Aufgaben-/Rollenverteilung: Bspw. kümmert sich mein Mann unter der Woche alleine um das Mittagessen sowie den Mittagsschlaf unseres Sohnes. Das führt dazu, dass ich mir auch am Wochenende oftmals keine (oder erst zu spät) Gedanken darüber mache, was und wann unser Sohn zu Mittag isst – einfach deshalb, weil es sich hierbei für mich nicht um Routinetätigkeiten handelt, sodass ich mich am Wochenende zunächst aktiv selbst daran „erinnern“ muss, dass mein Sohn ja mittags vor dem Schlafen etwas essen sollte.

        Dass von vielen Eltern die klassische Rollenverteilung gewählt wird, liegt meiner Meinung nach übrigens oftmals – wenn auch sicher nicht immer – gar nicht ausschließlich an den gerne vorgebrachten finanziellen Gründen (- zumindest gehe ich davon aus, dass in vielen Fällen eine Teilzeittätigkeit beider Partner aus finanziellen Gründen jedenfalls nicht von vornherein völlig undenkbar wäre -), sondern am fehlenden Willen der Männer/Väter, eine gleichberechtigte Rollenverteilung mitzutragen. Das hat seinen Grund sicherlich (auch) in nach wie vor gesellschaftlich verankerten Rollenbildern usw. und ist daher sicherlich nicht immer die alleinige „Schuld“ des Einzelnen. Gleichwohl wäre eine gleichberechtigte Rollenverteilung in vielen Fällen sehr wohl umsetzbar und müsste von den Frauen dann auch deutlich vehementer eingefordert werden.

  11. Liebe Nadine,
    mir haben die Bücher von Patricia Cammarata und Alexandra zykunow geholfen und: 1. Sprechen darüber aber in Ich-Botschaften; 2. die Vergabe fester Aufgaben (Müll rausbringen, Geschirrspülmaschine machen) und 3. schrittweise Übergabe ganzer Verantwortungsbereiche: alles um den Sport des großen Kindes
    Allerdings waren die Kinder da auch schon größer und ich konnte sehen, dass mein Mann nicht aus Bösartigkeit sondern mangels Fähigkeiten so ist, die Fähigkeiten musste er nun Stück für Stuck aufbauen, aus meiner Sicht ist es der schwierige Weg aber wert.

  12. Also ich habe da zum Glück die Kurve gekriegt, bevor ich schwanger wurde. Habe mich GERADE SO mit 30 noch getrennt. Ich hatte aber auch zwei Hunde und habe da schon gesehen, dass er überfordert war (Gassi gehen, Futter hinstellen und einkaufen). Also ich hatte da schon eine Ahnung und Kinder sind ja viel intensiver. Dann habe ich bemerkt: Seine Mutter lebt ja auch so. Sein Vater ist auch nutzlos, war halt immer 8 Stunden arbeiten und thats it. Die Schwester hatte ausserdem bulimie, hat die Brüder versorgt und jede Frau gehasst, die ihn die Nähe ihrer Brüder kam. Ich und die Freundin seines Bruders hatten panische Angst vor ihr. Sie hat irgendwie konkurriert. Total irre. Nun ja, ich habe dann gemerkt, dass ich durch den Partner nicht ein besserer Mensch wurde, sondern ein schlechterer. Also ich immer gereizter war und er aber Karriere machte. Da ich nicht der Meinung bin, dass Kinder mit Männern vor allem zusammen sein sollen, sondern ihre Mama brauchen in den ersten Jahren war ich irgendwie ratlos, wie ich das hinkriegen soll. Zuhause bleiben und wahnsinnig werden? Rausgehen und Schuldgefühle haben, weil das Kind mich braucht? Ausserdem sah ich was passieren wird: Meine Kinder werden den Papa lieben, weil der immer so nett ist! Und ich wäre die Hexe. Das gleiche Spiel war es nämlich bei meinen Eltern. Und im Endeffekt wäre es so gelaufen: Meine Mutter ist heute arm, verbittert und einsam und mein Vater hat die Kohle, wird von meinem Bruder angehimmelt und eine andere Frau putzt für ihn.

    Ja, so wollte ich das nicht. Und ich wollte meinen Ex auch nicht irgendwann umbringen. Ich musste ja nicht mit ihm zusammen sein. Er hat sich zwei Jahre später als schwul geoutet und ab da an wurde ich dann von seinem libanesischen Mann bedroht, weil ich ihnen meine Hunde nicht geben wollte. Das war SO IRRE!

    Daher: Flucht. Ich kann es jeder Frau sagen. Flieht. Und das so schnell wie möglich. Ihr werdet der Vollarsch für eure Kinder sein später.

  13. Die beiden Kinder sind 3 Jahre und 5 Monate alt. Was für eine unglaublich anstrengende Zeit! Da bewertet man vieles strenger und kann über weniger äußere Umstände hinwegsehen, weil ein Alltag, der so stark von den Bedürfnissen anderer bestimmt wird, einfach viel Kraft kostet. Das sieht der erwerbsarbeitende Partner oft nicht. Bei uns war es die mit Abstand streitreichste Zeit in unserer Beziehung.
    Geholfen haben uns einige Stunden Elterntherapie (kostenlos, vom Landkreis) sowie die Feststellungen, dass Haushalt und Kinderbetreuung jeweils ein Vollzeitjob sind. Und dass ich zwei VZ-Jobs parallel weder leisten kann noch will. Ausserdem: Die Aufteilung fester Aufgaben für meinen Mann, weil er sich einfach schwer damit getan hat, alleine zu sehen, was getan werden muss. Er ist mein Partner und wenn er sich nicht einbringt, wird er zum Befehlsempfänger degradiert. Das ist dann überhaupt nicht mehr auf Augenhöhe und das wollte er natürlich so nicht. Allerdings musste ich auch an mir arbeiten und meine Ansprüche herunterschrauben. Mein Mann ist nicht mein Klon. Er macht Dinge anders als ich. Das zuzulassen war anfangs echt schwierig für mich. Hat sich aber ausgezahlt 🙂

  14. Was mir in vielen Beziehungen auffällt ist, dass oftmals die Frauen sehr konkrete Vorstellungen davon haben, wie etwas zu erledigen ist und dann sagen ihr Mann wäre „unreif“ oder würde „nichts tun“, wenn er es nicht so erledigt, wie sie es sich vorstellt.

    Ich hatte neulich auch so eine Diskussion mit meiner Frau. Meine Tochter hatte am Samstag Training, gleichzeitig war aber auch ein Flohmarkt bei der Kita unseres Sohnes und wir wollten dringend alte Kindersachen loswerden.
    Also vereinbarten wir, dass meine Frau meine Tochter zum Training bringt und ich derweil den Flohmarkt übernehme.

    Irgendwann war meine Frau dann unruhig, weil ich mich ja vorab gar nicht um den Flohmarkt kümmern würde. Ich sollte doch mal die Klamotten nach Größen sortieren etc.

    Ich sagte „nö das muss nicht sortiert sein, ich komme vor Ort schon klar“. Meine Frau reagierte darauf leicht verärgert und sagte nach ein Bissel hin und her sowas in der Richtung „ja dann schau wie Du zurecht kommst, aber Du wirst garantiert scheitern wenn das nicht vorher sortiert ist“.

    Ende vom Lied: Ich bin hin zu dem Flohmarkt, hatte vorher nichts sortiert und habe dort mehr verkauft als die anderen Male zuvor wo wir vorher Stunden mit Sortieren zugebracht hatten.

    Wir haben öfter Gespräche in der Richtung, in denen meine Frau sagt „Wir haben Situation XYZ, was sollen wir deshalb machen?“ und ich antworte „wir machen einfach nichts und schauen was passiert“.

    Scheinbar sind Frauen oftmals rühriger was das „Micromanagement“ von Dingen betrifft und wenn der Mann da nicht mitmacht, sieht es aus wie „Faulheit“ oder Abwälzen von „Mental Load“, in Wahrheit ist es jedoch einfach eine andere Herangehensweise, die Kleinigkeiten weniger Bedeutung beimisst.

    1. Hallo Flo, vielen Dank für deine Sichtweise! Ich glaube oft dass es mit solchen „Kleinigkeiten“ anfängt und irgendwann die Männer so resignieren dass sie auch nicht mehr an Mahlzeiten oder Wickeln denken weil sie ja nichts richtig machen können in den Augen der Partnerin.

    2. Flo, ich musste sehr schmunzeln über deine Anekdote. Ein ähnliches Thema hatten wir ganz am Anfang hier auch mal, quasi mit gleicher Rollenverteilung und gleichem Ausgang. War für mich auch ein Lernprozess und seitdem lasse ich die Aufgaben laufen, die mein Mann übernimmt und springe nur ein, wenn er um Hilfe bittet.

      Zum Thema: Ich denke auch, dass komplette Aufgabenbereiche übergeben werden müssen. Ich kenne das noch von meiner Zeit als Teenager daheim. Meine Mutter hat sich manchmal aufgeregt, wenn ich die Wäsche auf dem Wäscheständer nicht abgehängt habe, quasi, du hast doch gesehen, dass die da hängt. Nein, habe ich nicht. Wenn die Wäsche sonst nicht zu meinen Aufgaben gehört, dann nehme ich sowas nicht wahr. Und so würde es meinem Mann gehen beim Thema Wäsche. Mache ich, immer, außer ich bin über mehrere Tage nicht da, dann funktioniert das plötzlich auch bei meinem Mann.
      Daher mein Rat: Bestimmte regelmäßige Aufgaben komplett an ihn übergeben und sich selbst rausnehmen. Er wird es anders machen, er wird es zu einem anderen Zeitpunkt machen, aber Hauptsache es wird gemacht bzw. ist an Tag X erledigt. Mein Mann ist z.B. für Friseur zuständig. wir haben drei Jungs (1, 4 und 7), er geht einmal im Monat zum Friseur und alle 2 oder 3 Monate nimmt er die Jungs mit. Oder Fußballtraining, ich bin nicht mal in der Whatsapp-Gruppe und springe nur ein, wenn er einen anderen Termin hat (was in den letzten 2 Jahren nur 1mal vorgekommen ist). Und dann würde ich mit ihm einen Tag in der Woche vereinbaren, an dem er die Kinder übernimmt, also vom Kindergarten abholt, Essen macht, betreut und ins Bett bringt. Für den Anfang wäre es natürlich gut, wenn du an diesem Tag dann auch nicht zu Hause bist (sonst fällt man ja doch schnell wieder in die Rolle rein und mischt sich ein, wäre mir am Anfang auch so gegangen). Und dann auch laufen lassen. Dann gibt es halt an dem Tag Fastfood oder ist der Schlafanzug falsch angezogen oder wird am Handy noch was angeguckt, statt vorgelesen. Egal. Mit der Zeit wird er da auch routinierter. So haben wir das von Anfang an gut hinbekommen. Ich hatte 2 Sportkurse abends in der Woche, von dem her musste mein Mann an zwei Abenden von klein auf ein bzw. später mehrere Kinder übernehmen.
      Aber auch wir streiten über die Care-Arbeit und sind ständig am kommunizieren. bisher war es kein Problem, dass ich den Großteil der Hausarbeit übernommen habe, weil ich daheim war/bzw. nebenher studiert habe. Aber jetzt bin ich seit 4 Monate selbst im Arbeitsleben und da müssen wir uns auch wieder neu justieren. Aber der Grundstein ist da, mein Mann kann die Kinder auch über mehrere Tage allein betreuen ohne dass ich vorkochen muss oder daheim im Chaos versinke nach meiner Rückkehr.

  15. Hallo, ich kann auch nur, wie meine Vorschreiberinnen empfehlen bestimmte Zeitfenster wirklich komplett an ihn ab zu geben und da auch nicht erreichbar zu sein. Ich bin jeweils 14 Monate nach der Geburt der Kinder wieder arbeiten gegangen. Gleich mit 30 Stunden inkl. langem Tag bis 18:30 Uhr. Danach komme ich kurz zum Essen und gehe weiter zum Sport. Das ist sein Tag, er holt die Kinder ab, isst mit ihnen macht sie bettfertig, wenn ich heim komme schlafen sie. Zusätzlich fahre ich mind. einmal im Jahr mit Freundinnen übers Wochenende weg. Letztens starb meine Mutti völlig überraschend, ich musste mitten in der Nacht zu meinem Vati 200 km weit weg fahren, bis alles organisiert war, dauerte es 3 Tage, es war Schulzeit (Kinder sind jetzt in der 2. und 5. Klasse), mein Mann hat lückenlos übernommen, seine Diensttermine an die Zeiten der Kinder angepasst, gekocht usw… es hat alles geklappt. Sogar gekocht hatte er, als ich dann spät Abends mit meinem Vati zu uns kam. Also lass ihn machen, es ist so Gold wert, wenn das 2. Elternteil übernehmen kann. Auch Corona hat bei uns in dieser Richtung geholfen, er hatte 100% HomeOffice ich trotz allem 100% Präsenz, da hat er auch alles gemacht, sogar der Nachbarsjunge war sporadisch bei uns. Es war schon chaotisch, ich habe morgens vor gekocht, damit er zwischen 2 Telkos fix mit den Kindern essen konnte, manchmal haben auch die Kinder aus der Tüte „gekocht“, aber wir waren ein Team! Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft! Alles ist eine Entwicklung, wichtig ist, dass man gemeinsam in die gleiche Richtung schaut!

  16. Ich muss hier mal für die „Gegenseite“ sprechen. Ich habe auch kommentiert, ABER so abwertend, beleidigend ( Lappen…) und respektlos hier teilweise ( schon im Artikel) über männliche Partner hergezogen wird? Und ihr nenn t eich auch noch emanzipierte Frauen? Nein wenn ich jemanden klein machen muss ( egal wer wen) um mich selbst toller zu finden, dann habe ich ein schwaches Ego was ich an anderen auslasse! Ich stelle mir vor was hier los wäre, wenn dieser abwertende Artikel von einem Mann über seine Partnerin gewesen wäre und die entsprechenden Kommentare darunter ebenfalls männlich. Dann wären die weiblichen Empörten aber garantiert groß. Erst denken und an die eigene Nase fassen. Weiblich bedeutet eben nicht automatisch besser sein bzw Recht haben. ( da wird mir Angst für meinen Sohn in Punkte Partnerwahl…).

    1. Ich will mir gar nicht vorstellen, was du alles mit dir machen lässt. Bitte kritisierte Frauen nicht, die von Männer verantwortungsvolles und respektables Verhalten erwartet, nur weil du das nicht erwartest. Die Männer sind wie sie sind, weil sie Söhne von Müttern sind, die nichts von ihnen erwartet haben. Solche Söhne werden später keine mehr abbekommen, das könnte ihr dann ausbaden: Die Mütter. Viel Spass. Ich will, dass mein Sohn ein wunderbarer Mann wird und da präsentiere ich ihm sicher keinen Lappen als Vorbild. Die Lappen leiden ausserdem auch: Weil sie keiner mehr will. Kannst du dann als Mama erklären „Ich habe dich zum Lappen erzogen, weil du keine AUA haben solltest“. Die Aua ist dann umso schlimmer später. Ihr erschafft das Leid der Söhne. Eure Verantwortung.

  17. Ach ja , same same but different .
    Ich finde es erschreckend, dass es doch in vielen Familien immer noch so läuft.
    Ich habe meinen Mann oft einfach auflaufen lassen.
    Anders hat er es nicht gecheckt .
    Und immer wenn ich denke, jetzt läuft es besser , kommt der nächste Hammer .
    In meinem Umfeld gibt es aktuell auch viele Trennungen , gehen alle von den Frauen aus , und ich verstehe es so gut.
    Und ja, schöner wäre es, mit reden, diskutieren , aufteilen etc Beziehungsarbeit hinzubekommen.
    Aber das soll natürlich auch wieder die Frau initiieren, dazu fehlt mir die Kraft und inzwischen auch der Wille.

  18. Was bei uns geholfen hat, war, sich mal in Ruhe zusammenzusetzen, wenn die Kids im Bett sind, und über die jeweiligen Aufgaben bzw. den Mental Load sprechen.
    Ich habe mich auch darüber geärgert, dass Terminplanungen, Geschenke besorgen, Ausflugstaschen packen, Urlaubs-to-dos etc immer an mir hängen bleiben. Was bei so einem Gespräch oft herauskommt ist, dass der Mann seinen ganz eigenen Mental Load hat und sich in anderen Dingen genauso allein gelassen fühlt wie ich mich vielleicht in Sachen Kind. Er kümmert sich beispielsweise um alles, was mit der Wohnung zu tun hat, Verträge, etc. Oft fehlt einfach das Verständnis dafür, dass der andere auch viel leistet. Wenn Paare sich deswegen trennen, dann, weil sie nicht miteinander reden oder beide es nicht schaffen, Verständnis für die Aufgaben / Verantwortungen des anderen aufzubringen und Einsicht zu zeigen, dass man selbst auch Fehler macht.

    1. Das erste was mir an der Liste aufgefallen ist, war wieviel da noch fehlt oder zusammengefasst wird. Zum Kochen gehört ja auch, Sonderangebote prüfen, Mahlzeiten zusammenstellen, berücksichtigen, wer wann wo zu Hause ist oder etwas mitbekommen muß, rechtzeitig bedenken, wann Gäste kommen, Vorrat verwalten, Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen, Filter der Dunstabzugshaube wechseln, Tisch decken, abräumen, für Abwechslung und genügend Vitamine sorgen, Getränke rechtzeitig kühlstellen, am Vorabend den Bedarf für den morgigen Tag aus dem Tiefkühler nehmen, etc.

      Aber um überhaupt erstmal einen Ansatz zu haben, um mit dem Partner oder der Partnerin zu reden, ist sie trotzdem gut.

  19. Mein Partner war so. Heute ist er mein Ex weil er nie wirklich Partner war. Entwicklungsressistent wie er war habe ich aufgrund seiner unselbstständigkeit den Respekt für und vor ihm verloren. Das kann ich einfach nicht ernst nehmen. Und die Trennung war definitiv die beste Entscheidung ever.

    Mein Mann ist selbstständig im Haushalt unterwegs und wenn ich nicht da bin dann kann ich mich darauf verlassen dass trotzdem alles erledigt ist. Selbstverständlich und ohne dass er einen Schulterklopfer dafür auch noch braucht. Wenn Lob notwendig wird dass man seinen eigenen Scheiß wegräumt (und für den der eigenen Kinder ist man genauso verantwortlich) wirds nämlich lächerlich – dann ist das auch kein Partner sondern erinnert mich eher an die Kommunikation mit unseren Hunden.

    Ich glaube dass Männer das machen müssen um sich darin zu üben und ich finde dass „du kannst das besser“ eine Ausrede ist die nicht ziehen darf solange es als Ausrede dient etwas überhaupt nicht zu machen. Wenn der Haushalt grundsätzlich von beiden gewuppt wird und man *dann* sagt mach du dies „weil du kannst das besser“ und ich mach jenes „weil mir das mehr liegt“ – okay. aber nicht von Beginn an mit dem Ergebiss das derjenige der es „nicht so gut kann“ unter Umständen gar ned kann! Und ja! Es ist anstrengend und ja es nervt. Willkommen im Club – glauben die wirklich dass es uns damit anders geht?? Dahingehend gehört mindestens jedem zweiten Typen mal der Kopf gewaschen.

    Ich bin jedenfalls froh dass mein Partner auch wirklich ein Partner, und nicht auch noch ein weiteres „Erzeihungsobjekt“ von mir ist. Ich würde auf Dauer nämlich den Respekt vor sojemaden verlieren.

  20. Hallo zusammen,
    vielen Dank für diese reflektierte Zusammenfassung! Bin ich (theoretisch) voll dabei, in der eigenen Praxis regelmässig am üben 😉
    Folgende (praktische) Punkte haben hier geholfen:
    – Mein Mann hat einen Tag die Woche die Verantwortung für beide Kinder, ich arbeite So sieht er wenigstens einen Ausschnitt meines sonstigen Alltags und lernt gewisse Strategien, wie er sich mit den Kiddies organisieren muss. Ausserdem übe ich mich im Loslassen (auch schwierig).
    – Wir haben eine Liste mit 255 (!) mental load Punkten gemacht (alles, von Wäsche einsammeln bis Autoreifen wechseln). Das hat mir gezeigt, dass er trotz doppelt so vieler Arbeitstage doch 1/3 des Mental loads und der Arbeiten stemmt. Er war überrascht, wie viel ich erledige und koordiniere. Gewisse Dinge hat er seither auch übernommen. Ausserdem zeigt es auf, wie viel ein solcher Familienhaushalt einfach braucht und wie müde wir einfach beide sind.
    – Entlastung und Paarzeit einbauen, wir gehen alle 2 Wochen zum Tanzen, alle 2 Monate einen Abend zusammen weg, jeder hat alle 14 Tage einen Abend frei…
    – Reden, reden, reden – (das fällt uns aber schwer, da arbeiten wir noch drann) Wir haben versucht zu ritualisieren, Marriage journal am Sonntag Abend, Besprechung am Samstag Mittag, jeden Abend 10min, es ist kompliziert. Aber wäre sicher gut.
    So versuchen wir, ganz individuell, die oben genannten Punkte zu erreichen und uns als Lieblingsmenschen nicht aus den Augen zu verlieren.
    Ausserdem empfand ich auch die Zeit als heilend – das erste Lebensjahr des zweiten Kindes (aucch 2.5 Jahre Altersabstand) war das strengste Jahr meines Lebens – es wird besser, es wird einfacher!
    Liebe Grüsse und alles Gute!
    Isa

  21. Hallo Nadine,

    ich kann dich gut verstehen, vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Finde es toll, dass du die Situation erkennst und Rat holst.

    Bei uns hat am besten geholfen, dass ich ein Jahr nach den Geburten der Kids wieder arbeiten ins Büro ging und mein Mann sich währenddessen in seiner 2-3-monatigen Elternzeit 100% um Haushalt und Kinder gekümmert hat.
    Dieser Rollentausch ist erstmal verwirrend und ungewohnt für uns gewesen – aber nach ein, zwei Wochen spielte sich alles ein. Wir haben alle stark davon profitiert, auch für die Kinder ist ein Hausmann ein gutes Vorbild, finde ich. Seit den Elternzeiten sieht mein Mann selbst, wo etwas gebraucht wird. Wir hätten auch zwei Monate im Wohnmobil durch Europa fahren können, ich bin da manchmal etwas wehmütig, aber es hat sich gelohnt und Reisen habe ich schon viele gemacht.

    Außerdem arbeite ich an zwei Dingen: Haltung und Sprache.

    Haltung: Ich habe mir angewöhnt, nicht immer sofort zu springen, wenn etwas getan werden muss. Dann wartet die Wäsche eben drei Stunden in der Maschine, bis er sie aufhängt. Dann gibt’s halt Nudeln mit Pesto und Salat, wenn er nicht einkaufen war. Dann motzt er halt herum, wenn er einen Tag kindkrank nehmen und das quengelige Kleinkind übernehmen muss. Aber: ich mache nicht alles! Außerdem gehe ich meinen Leidenschaften nach: schwimmen, Orchester, ausgehen im Ort. Alles habe ich wenige Wochen nach den Geburten wieder aufgenommen. So musste mein Mann automatisch von Anfang an ein paar Stunden die Woche alleine klarkommen. Und ich mache etwas für mich und komme glücklich und zufrieden von meiner stundenweisen Auszeit zurück. Dasselbe tut er natürlich auch: Fitnessstudio, Konzerte, Hundeschule. Es tut uns beiden gut!

    Sprache: Ich arbeite daran, mich nicht mehr bei ihm für eine ausgeräumte Spülmaschine oder das Ins-Bett-bringen der Kinder zu bedanken. Das tut er bei mir ja auch nicht. Ich bezeichne meinen Mann auch nicht als „Babysitter“ oder sage, er „hilft“ im Haushalt. Er ist keine Hilfskraft, er ist verantwortlicher Teil der Familie und so möchte ich ihn auch sprachlich behandeln.

    Wir schauen abends oft auf den Tag zurück und freuen uns, was wir geschafft haben: zwei Kinder sauber, zufrieden und satt ins Bett gebracht. Marmelade gemeinsam eingekocht. Er hat die Gartenhütte aufgeräumt, ich habe die Hälfte der Steuererklärung gemacht. Wir hatten schöne Stunden am See. Toll!

    Ich wünsche euch einen guten Weg und bin sicher, dass ihr es schaffen könnt.

    Liebe Grüße,

    Sophia

    1. Sophia
      Schade das ihr euch nicht loben könnt und damit Wertschätzung zeigen! Wer kritisiert muss auch loben. Ja auch für die normalen Dinge, mit Lob gebe ich nämlich Motivation. Dieses abschätzige “ ist doch ganz normal und nichts dabei…“ ist miserabel für die Kommunikation ( auch Kindern gegenüber) und zeigt null Wertschätzung und Achtung. Warum sollte Dein Partner dich loben wenn du das generell nicht kannst?

      1. Prinzipiell gebe ich dir recht, dass Loben zu mehr Wertschätzung und Motivation führt. Aber wenn ich anfange, jede Kleinigkeit zu loben, bin ich den ganzen Tag damit beschäftigt zu loben und gelobt zu werden, was ja auch wiederum sehr anstrengend ist. Ich bin da bei Sophia, den Mann für eine ausgeräumte Spülmaschine zu loben, eine Arbeit die täglich anfällt, finde ich übertrieben. Da brauche ich auch kein Lob. Dein 10 jähriges Kind lobst du doch auch nicht mehr, wenn es sich morgens alleine anzieht. Mit 3 Jahren hast du es aber bestimmt gemacht. 😉

  22. Ihr Mann braucht mal ( konsequent! Auch keine Großeltern oder sonstige Hilfe) ein Kinderwochenende an dem Mama nicht da ist!
    Und Sie brauchen eine andere Einstellung ( alle Männer?), das motiviert nämlich nicht zur Veränderung. Sie respektieren ihren Mann nicht als gleichwertig, glauben Sie das merkt er nicht? Und Sie kauen ihm NICHTS mehr vor egal was Sie sehen lassen Sie ihn selbst drauf kommen! Bisher wurde Ihrem Mann ja offenbar alles abgenommen (auch von Ihnen!?). Hören Sie auf seine Mutter zu sein! Dann wird es vielleicht auch wieder eine Partnerschaft zweier GLEICHBERECHTIGTER Erwachsener. Und zum Schluß, Sie haben den Mann geheiratet und zum Vater gewählt/ gemacht? Haben Sie vorher über Kinderwunsch bzw wie es dann mit Kind/ern abläuft gesprochen? Und übersehen Sie hier einfach die typisch weiblichen Probleme ( Mutti kann das besser und macht das einfach selber; warum muss Papa das genauso machen wie Mama vielleicht funktioniert es auch auf Papas Art).
    Und mir tun mittlerweile die Männer eher leid, da sollen sie nicht machohaft sein sondern ihre weibliche Seite zeigen, alles zu Männliche ( Spielzeugpistolen…) wird den Jungs ausgetrieben. Und dann sollen sie aber die großen starken Macher sein? Ja was woll(t)en wir “ emanzipierten“ Frauen denn nun? Ich sehe da eher die Überforderung ( kann es ihr eh nicht recht machen also warum überhaupt machen) ihres Mannes der sich nur so verhält wie Sie ihn behandeln ( unmündiger Teenie). Was Teenies übrigens auch nicht schätzen und verdienen ( als Tip für ihre Kids)!

  23. Die eigene Sicht auf den Mann und seine Fähigkeiten ändern. Stichwort Glaubenssatz. Ich kann es besser. Nur ich mach es richtig. Er muss sich doch nicht beteiligen. Erstens weil du alles machst und zweitens ihn klein hältst, dass er glaubt es eh dir nicht recht machen zu können. Dass er so denkt, damit darf er sich mal auseinandersetzen, warum er sich nicht aufrichten und Verantwortung übernehmen will. Ihr liebt euch und habt euch aus Liebe für Kinder entschieden. Ihr beide seid in der Lage euch um alles zu kümmern. Akzeptiert, wenn ihr los und den anderen machen lasst, dann aber auch dessen Ergebnis! Geht in den Austausch, was braucht es, damit du dich beteiligen kannst- mit Freude und einem guten Gefühl! Alles beginnt bei uns selbst! Und ja, Dampf ablassen darf sein. Und dann raus aus dem Dramadreieck. Raus aus der Opfer- (ich muss alles alleine mache), Täter- (du merkst nichts, muss dir alles sagen), Heldenrolle (ich mach es für dich weil du es eh nicht kannst)! Rein ins Bewusstsein, Achtsamkeit, Verantwortung. Entschuldige meine direkten Worte. War sicher an mancher Stelle überspitzt und vielleicht auch zu direkt. Und ja, ich spreche aus meiner Erfahrung. Unsere Ehe ist letztlich auch daran gescheitert. Vielleicht schafft ihr es, das Rad noch zu drehen. Selbstreflexion. Deine Gedanken bestimmen dein Fühlen, dein Entscheiden, dein Handeln. Ihn auflaufen zu lassen heißt Handeln ändern. Allerdings ändert das nichts an deinem Fühlen und vor allem Denken. Was denkst du über deinen Mann. Was denkt er über dich. Eisbergübung wäre hier mein Stichwort. Macht das mal. Was steht über dem Wasserspiegel und was drunter… Viel Wachstum wünsch ich euch beiden. Raus aus der Komfortzone!

  24. Das wird bestimmt ein ziemlicher Aufreger dieser Post! 😉
    Bei uns ist es zwar etwas anders, aber ähnlich. Ich mach alles alleine. Meinem Mann muss ich alles sagen, entweder er sieht es nicht oder er hat gar keine Lust irgendetwas zu übernehmen. Kinder und Familie sind für ihn Anstrengung und nervig.
    Unterm Strich bedeutet das für mich viel Arbeit und eine große Belastung, keine Pausen, etc. was ich den Kindern und der Familie zu Liebe auf mich nehme, sehr oft bin ich kaputt, müde oder auch krank, was hier aber niemanden interessiert!
    Angesprochen habe ich das schon so oft inklusive einer Paarberatung, allerdings ohne Erfolg.
    Mein volles Verständnis hast Du jedenfalls!

    1. Liebe Ulli, ich habe einen Gedanken dazu und hoffe, es ist ok ihn zu teilen. „Kinder und Familie sind für ihn Anstrenung und nervig.“ – ist das deine Sicht/Bewertung oder tatsächlich seine. Wenn es letzteres ist – dann stellt sich mir die Frage bzw. kommt eben der Gedanke: ich habe mich (hoffentlich) aus Liebe für Kinder und somit eine Familie (im klassischen Sinne) entschieden – wie kommt es, dass ich meine eigenen Kinder, aus Liebe entstanden, als Belastung/Anstrengung/Nervig empfinde. Was lebe ich ihnen damit vor? Was gebe ich ihnen damit für ihr Leben mit? und was zeige ich ihnen, wie es ist als Erwachsener/Elternteil zu leben? (sollen sie in ihrem Erwachsenensein ihre Kinder dann auch als Belastung empfinden?) – wie gesagt. Nur ein Gedanke dazu. Und ja, so ein Blogbeitrag kann gut polarisieren. Letztlich entscheidet jede/r Leser/in von uns, wie er/sie darauf reagiert. Niemand kann uns etwas fühlen lassen – außer wir selbst 🙂

    2. Ich stimme völlig überein. Wenn Mann einmal für längere Zeit selbst zuständig ist, dann ändert sich schon viel. Allerdings gibt es genügend Familien, in denen die Frau für Haushalt, Kinder, handwerkliche Reparaturen, Papierkram, Rechnungen erledigen und so zuständig ist.
      Das hat nichts mit „machohaft“ oder „weibliche Seite“ zu tun. Das ist einfach nur noch, alles auf andere abwälzen. Es fällt anscheinend einigen Männern leicht, das so zu handhaben. Ich bin mir nicht sicher, ob das an den vorgelebten Rollenbildern liegt,oder daran dass alles immer abgenommen wurde. Bei uns änderte leider erst eine lange Krankheit meinerseits ein wenig an der Situation. Dennoch ist es auch noch anstrengend.
      Was mich so richtig auf die Palme bringt, ist übrigens das „mir wird alles zu viel, ich ziehe mich Mal zurück“.

  25. ich kann dir nicht den besten tipp geben. bei uns war es auch so. manchmal ist es immer noch so.
    es geht bei uns nur besser weil ich immer und immer wieder hier herum gemotzt und erklärt habe. freundlich und auch nicht so freundlich. seit einem jahr arbeite ich wieder 10-13 stunden die woche und an den beiden tagen komme ich zu nichts! ich sehe nicht ein das ich an alles denken muss. diesen part sehen viele nicht. mein mann stört sich auch immer noch daran wenn ich ihm sage das er was anderst machen soll oder an was denken. aber vieles kann man einfach nicht erledigen wann und wie es einem passt. ich ja auch nicht!!
    aber wenn ich ihm hinterher räumen muss ( wenn er was macht oder nicht und gar nicht die konsequenzen erlebt weil er dann zb bei der arbeit ist) sage ich ihm das und bitte um änderung mit der anmerkung das er die auswirkungen ja gar nicht merkt weil ich ihm dann hinterher räumen muss.
    aber er ist auch grundsätzlich jemand, der sieht was ich leiste und nicht erwartet das ich so viel mache. aber die wäsche muss halt nun mal gemacht werden und die kinder haben durst etc.
    ich würde wirklich immer wieder das gespräch suchen und erklären und standhaft bleiben. oder ihn auch echt mal auflaufen lassen ( ohne das die kinder das ausbaden müssen ).
    oder mal wirklich darauf bestehen das ihr besprecht wer was machen soll ( vielleicht mit plan und auch verbindlichkeiten wann es gemacht sein sollte).
    da braucht man echt nerven und ausdauer!
    auf der anderen seite mache ich mir immer wieder bewusst was mein mann alles macht: er geht arbeiten, kümmert sich um auto, fahrräder, handwerkliche sachen, spielt mit den kindern, hilft seinen eltern, usw usf. also nichts macht er ja auch nicht. er denkt nur einfach meist nicht mit….

  26. Hi Nadine,
    Ich kann dich zu100% verstehen. Auch bei uns ist es so, dass ich alles einfordern muss und es nervt… Wir streiten uns deshalb auch unglaublich viel.

    Was uns sehr gut hilft ist eine todo Liste. Manche Tätigkeiten werden jetzt nur von ihm getätigt und ich springe da auf keinen Fall helfend ein (es sei denn er bittet mich darum). D. H. er ist dafür verantwortlich. Diese Dinge klappen dann auch wirklich gut.

    Bei nicht fest zu gewiesene habe ich die Hoffnung aufgegeben und mich damit arrsngiert.

  27. Liebe Nadine
    Irgendwie kenne ich das woher… Meine Jungs sind mittlerweile 3, 5 und 6.
    Dieser „Kampf“ lief bei uns ca. 6 Jahre. Ich habe nicht aufgegeben, diese Thematik IMMER wieder aufzugreiffen und mit meinem Mann zu diskutieren, es hat sich gelohnt!
    Ich wünsche dir viel Durchhaltewillen und auch den Mut IHN ab und zu – trotz allem zu loben.
    Man muss sich manchmal GEGEN die Negativ-Brille entscheiden und vor allem etwas vom Wichtigsten: nicht nachlassen gwinnt!!
    Viel Mut, Zuversicht und Ausdauer beim diskutieren wünsche ich dir!
    Und glaube mir, du bist bestimmt nicht alleine mit diesem Problem!
    Alles Liebe

    1. Bei uns im Freundeskreis sehe ich im Moment wie oft der Grundstein für so eine unangenehme Paardynamik gelegt wird: die Elternzeit wird nicht ansatzweise gleichberechtigt aufgeteilt. 2 Monate für die Väter und 12 für die Mutter.
      Wie soll der Vater es auch lernen, wenn er nicht die Zeit dafür bekommt? Wenn mit Argumenten, wie stillen oder Finanzen von der Mutter die meiste Zeit für sich eingefordert wird.
      Wir hatten so viele, wie ich dachte, gleichberechtigte Paare im Freundeskreis, dann kam das Kind und die Gleichberechtigung wurde über Board geschmissen.
      Dabei werden dann die Weichen für kindekranktage, den Haushalt, kochen, waschen, trösten, ins Bett bringen,…… gestellt.
      Gebt den Männern, die ihnen zustehende Elternzeit!!!

      1. Fine, leider ist das nicht i. allen fällen so einfach. mein mann ist im kleinen familienbetrieb quasi selbstständig und wird in in den kommenden jahren von seinem vater übernehmen. ich hätte ihm ( und mir ;)) mit unserem zweiten kind gerne elternzeit gegönnt. frei nehmen nach der geburt konnte er sich zwei wochen. thats it. ich habe nun drei jobs: haushalt, kinder, 13 stunden erwebsarbeit. er: sein vollzeit job.
        es ist also nicht immer alles so einfach. wäre aber auch echt hilfreich gewesen. ich fände auch mehr arbeitsstunden für mich und weniger für ihn um damit
        quasi auf die gleichen stunden wie jetzt zu kommen. geht halt auch nicht. aber geht dann halt auch nicht das er nach der arbeit die füsse hoch legt und nix macht. ich möchte auch gern mal freizeit usw haben.
        aber, wie es in einigen mehr konstruktiven beiträgen schon genannt wird: kommunikation ist so wichtig! und die arbeit an sich selbst, auch der frauen! ich musste auch ansprüche sehr anpassen oder herunter schrauben und ihn „auch mal machen lassen“ lernen.

      2. Hallo Fine, so ging es mir auch. Mit der Schwangerschaft ganz nebenbei in die 50er Jahre gerutscht. Das System lässt aber eine gleichberechtigte und gleich aufgeteilte Elternzeit meist nur theoretisch zu. Zuletzt ist es immer eine finanzielle Entscheidung und ich verdiene nicht schlecht. Trotzdem wäre es sehr unklug gewesen wenn mein Mann 6 Monate zu Hause geblieben wäre. Auch beide wieder Teilzeit in Elternzeit war leider nicht möglich. Und immer noch fehlt bei fast allen Arbeitgebern der Wille, auch den Männern ihre EZ zuzugestehen! Zwei Monate ok, zähneknirschend. Aber länger???? Wie ein Außerirdischer wird man angesehen.

        1. Habt mal eine Landwirtschaft und einen Landwirt zum Ehemann, der das vorher noch nicht war. Da macht man automatisch, ob man will oder nicht alles komplett alleine im Haus und Garten. Nur habe ich es leichter, da ich nur 18,5 Stunden arbeiten gehe und wir nur 1 Kind haben. Wir leben ländlich und da räumt kein Mann irgendein Zimmer auf. Und wenn Urlaubszeit ist, stehen wir auf dem Vollernter während andere sich in der Sonne aalen. unser Kind sitzt dann auf dem Traktor. Lg

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